25 Jahre Carving

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Vor einem Vierteljahrhundert brachte Elan zum ersten Mal seine revolutionären Ski auf den Markt. Sie waren vierzig Zentimeter kürzer als normale Ski, viel breiter und hatten eine ausgeprägte Taillierung. Ihr charakteristisches Merkmal war jedoch, dass die Ski quasi Kurven von allein fuhren. Elans neue Ski haben den Sport für immer verändert. Der SCX Ski, der die Tür zu einer völlig neuen Art des Skifahrens öffnete, führte zu einer neuen Technik, die heute als Carven bezeichnet wird. Diese Ski sind vielleicht die revolutionärste Erfindung in der Geschichte des Skifahrens. Wir können mit Sicherheit sagen, dass jeder, der Spaß am Carven hat – Bogen um Bogen in den Schnee zu „schneiden“, in gewisser Weise auf Elan Ski fährt.

Anfang der neunziger Jahre fuhren wir noch auf über zwei Meter langen „Brettern“. Wir haben damals die Ski nach Länge und Steifigkeit ausgewählt. Slalom-Ski waren die steifsten, gefolgt von den etwas weicheren Riesenslalom-Ski und ihnen folgten alle anderen und weicheren Freizeit-Ski. Die Skitechnik entsprach der Ausrüstung und die Kurven waren größtenteils gerutscht oder gedriftet. Elans Entwicklerteam dachte über eine Idee nach und überlegten sich, wie sie Ski entwickeln könnten, die das Kurvenfahren vereinfachen und unter idealen Bedingungen dem Skifahrer vielleicht sogar erlauben würden, auf den Kanten zu fahren. Sie wollten, dass das Skifahren sich mehr wie ein „Fahren auf Schienen“ anfühlte. Mitte der achtziger Jahre begann die Idee auch im Kopf des legendären Schweden Ingemar Stenmark zu gedeihen. Er war nicht nur der größte Skifahrer aller Zeiten, sondern er war auch für seine außergewöhnlich präzise und moderne Technik bekannt. „Ich stellte fest, dass sich die Ski mehr biegen würden, wenn ich die Skienden stärker belastete. Auf diese Weise konnte ich eine Art Taillierung erzwingen, wodurch ich besser, effizienter und vor allem schneller drehen konnte.“

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Ein früher Versuch, einen Ski mit einer ausgeprägten Taillierung herzustellen, war der VSS Ski, eine Idee von Andrej Robič und seinem Team. Die Ski konnten in der Breite variiert werden und erlaubten somit unterschiedliche Taillierungen. In den frühen neunziger Jahren nahm die Idee von einem Paar Ski, was die Spur halten würde und ein Gefühl wie Fahren auf Schienen vermittelte, Gestalt an. „Die Idee, dass ein Skifahrer einen Ski durch verschiedene Bewegungsabläufe beim Skifahren biegen kann, hat sich als Trugschluss erwiesen – ein Gerücht, dass sich leider bis heute bei einigen gehalten hat. Die Taillierung ist die Grundvoraussetzung für ein Durchbiegen der Ski und die Ski lassen sich in den Kurven nur in Verbindung mit der erforderlichen Taillierung auf den Kanten carven bzw. schneiden. Was wir an diesem Tag auf der Piste erlebten und fühlten, stimmte mit unseren Berechnungen absolut überein. Ich möchte mich nochmals bei Andrej Robič bedanken, der ebenfalls an den ersten Tests teilnahm und seine Reputation dazu nutzte, um unser Projekt zu unterstützen. Ohne seine Unterstützung hätten wir nicht einmal den ersten Prototypen gehabt“, erinnert sich Jurij Franko, der zusammen mit Pavel Škofic und Andrej Robič maßgeblich an der Entwicklung der damals zuerst genannten Sidecut-Ski beteiligt war.

In jedem Ski, der nach 1994 hergestellt wurde, steckt ein bisschen Elan-Spirit.

Die Ingenieure befürchteten, dass sie beim Versuch mit dem Bau ihrer New-Age-Ski mit vielen technologisch bedingten Einschränkungen konfrontiert werden würden. Es gab jedoch keine ernsthaften Probleme. Die vielleicht größte Herausforderung bestand darin, ausreichend breites Material zu finden. Glücklicherweise befasste sich Elan auch mit der Herstellung von Sprungski, sodass das Unternehmen genügend breites Grundlagenmaterial zur Hand hatte. Ingenieur Franko gibt heute ohne weiteres zu, dass das Forschungs- und Entwicklungsteam absolut keine Ahnung hatte, welche Auswirkungen ihre Innovation auf die Welt des Skifahren haben würden: „Wir haben während unserer Berechnungen und Entwicklung nicht damit gerechnet, aber als wir die ersten Kurven fuhren, wurde uns schnell klar, dass Skifahren nicht mehr wie früher sein würde.“ Und es gab einen weiteren interessanten Gedanken, der aus den ersten Tests hervorging. Die Entwickler stellten fest, dass die Ski tatsächlich besser funktionierten, aber sahen keine realistische Möglichkeit, sie mit Erfolg zu vermarkten. Nun, es stellte sich heraus, dass sie damit nicht ganz richtig lagen. Der SCX Ski hat das Skifahren praktisch über Nacht auf den Kopf gestellt. Dank des neuen Designs hatten die Menschen immer mehr Spaß am Skifahren, da das Skifahren plötzlich einfacher, weniger anspruchsvoll und viel leichter zu erlernen war. Elans Beispiel wurde bald von allen anderen Herstellern verfolgt. Deshalb können wir sagen, dass in jedem modernen Ski ein bisschen Elan-Spirit steckt.

Der SCX Ski und alle anderen Innovationen aus der traditionsreichen Geschichte der Marke Elan sind im Elan-Museum in Begunje na Gorenjskem, Slowenien zu sehen.
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